Jens Harzer – Träger des Iffland-Rings aus Hamburg

Der Name des Schauspielers Jens Harzer ist mit dem Thalia Theater, dem größten Theater Hamburgs mit einer faszinierenden Geschichte, sowie mit dem deutschen Kino verbunden. Sein Talent erobert die Herzen der Zuschauer. Seit 2019 ist er Träger der exklusiven Auszeichnung – des Iffland-Rings, der als höchste Ehrung für den besten deutschsprachigen Schauspieler gilt. Mehr auf hamburgtrend.eu.

Stationen seines Lebens

Jens Harzer wurde 1964 in der malerischen deutschen Stadt Wiesbaden geboren. Seine Schauspielausbildung absolvierte er an der Otto-Falckenberg-Schule in München. 1993 begann Harzer seine Arbeit im Theater unter der Leitung des talentierten deutschen Regisseurs Dieter Dorn. Zunächst gehörte er zum Ensemble der Münchner Kammerspiele, später wechselte er zum Bayerischen Staatsschauspiel.

Sein Debüt gab Jens Harzer im Jahr 2000 bei den Salzburger Festspielen. Damals spielte er in der Inszenierung „Der Name“ von Jon Fosse unter der Regie von Thomas Ostermeier.

Der Tourneeplan von Jens Harzer war stets dicht gefüllt. Er trat auf renommierten Bühnen in ganz Deutschland und darüber hinaus auf. So konnte man sein Schauspiel unter anderem an der Schaubühne in Berlin, im Schauspielhaus Hamburg und sogar im Deutschen Theater Berlin erleben. Er spielte in Inszenierungen von herausragenden Regisseuren wie Dieter Dorn, Peter Zadek, Andrea Breth und vielen anderen.

Seit 2009 ist Jens Harzer festes Ensemblemitglied des Thalia Theaters in Hamburg, das seit jeher als eines der erfolgreichsten Theater Deutschlands gilt. Hier arbeitete er mit namhaften Regisseuren wie Dimiter Gotscheff, Luk Perceval und Johan Simons zusammen. Eine seiner bemerkenswertesten Rollen war die des Todes in Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“, inszeniert von Christiane Stückl. Harzer spielte diese Rolle zwischen 2002 und 2004.

Parallel zu seiner Theaterkarriere wirkte Jens Harzer auch aktiv im Film mit. 2004 spielte er in dem Film „Eines langen Tages Reise in die Nacht“ nach Eugene O’Neill, unter der Regie von Elmar Gerden. 2009 war er in „Schuld und Sühne“ nach Dostojewski, inszeniert von Andrea Breth, zu sehen. 2011 folgte die Rolle im Film „Der ewige Sturm“ unter der Regie von Dimiter Gotscheff.

Harzers Karriere im Kino ist mit bekannten Regisseuren verbunden, darunter Michael Verhoeven, Hans-Christian Schmid und Bülent Akinci. Er arbeitete zudem mit Wim Wenders, Tom Tykwer und Hermine Huntgeburth zusammen. Kinofans konnten Jens Harzer auch in der vierten Staffel der Serie „Babylon Berlin“ erleben, die unter der Regie von Tom Tykwer, Henk Handloegten und Achim von Borries entstand.

Auszeichnungen und Ehrungen

Gleichzeitig setzt Jens Harzer seine Theaterarbeit fort und überrascht das Publikum mit seinen beeindruckenden schauspielerischen Verwandlungen. 2016 übernahm er die Rolle des Caliban in Shakespeares „Der Sturm“, inszeniert von Deborah Warner. 2018 spielte er gemeinsam mit Sandra Hüller in „Penthesilea“ von Kleist unter der Regie von Johan Simons. Für diese Inszenierung erhielten beide den Nestroy-Preis als beste Schauspieler für die Darstellung von Achilles und Penthesilea.

2008 und 2011 wurde Jens Harzer vom Magazin Theater heute zum „Schauspieler des Jahres“ gewählt. 2015 erhielt er den Hamburger Theaterpreis Rolf Mares für seine Rolle des Grafen von Strahl in der Inszenierung „Das Käthchen von Heilbronn“ von Bastian Kraft.

Im Jahr 2021 wurde Jens Harzer mit dem Deutschen Schauspielpreis geehrt. Diese Auszeichnung erhielt er für seine Hauptrolle in der Tragikomödie „Ruhe! Hier stirbt Lothar“ unter der Regie von Hermine Huntgeburth.

Der Iffland-Ring

Seine bedeutendste Auszeichnung erhielt Jens Harzer im Jahr 2019. Damals wurde er Träger des „Iffland-Rings“. Der Iffland-Ring ist eine besondere Ehrung mit einer über 200-jährigen Geschichte. Diese Auszeichnung wird dem talentiertesten und würdigsten Schauspieler des deutschsprachigen Theaters auf Lebenszeit verliehen. Der erste Träger des Rings war der berühmte Schauspieler und Dramatiker August Wilhelm Iffland. Im Jahr 1814 wurde der Ring erstmals an den besten Schauspieler des deutschen Theaters, Ludwig Devrient, weitergegeben. Seitdem hat jeder Träger des Rings seinen Nachfolger selbst bestimmt und ihm die Auszeichnung vererbt. Jens Harzer wurde der Iffland-Ring von Bruno Ganz vermacht, der diesen Ehrenring seit 1996 getragen hatte.

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