Hamburg wird als Kulturhauptstadt Norddeutschlands bezeichnet – und das aus gutem Grund. Die Stadt ist reich an Sehenswürdigkeiten, von denen viele mit Kunst und Kultur verbunden sind. Die Elbphilharmonie zählt zu den Wahrzeichen der Stadt. Touristen aus aller Welt reisen an, um ihre beeindruckende Architektur zu bewundern und Musik in ihren akustisch perfekten Konzertsälen zu genießen.
Fotografen und Künstler warten auf den Sonnenauf- oder -untergang, um atemberaubende Aufnahmen oder Skizzen dieses außergewöhnlichen Gebäudes zu machen. Für die Hamburger selbst ist die Elbphilharmonie ebenfalls ein Lieblingsort, an dem sie Kunst erleben oder einfach nur die ästhetische Atmosphäre genießen können. Mehr auf hamburgtrend.eu.
Die Baugeschichte
Als Standort für die Elbphilharmonie wurde ein Hafenareal am Ufer der Elbe, dem Hauptfluss der Stadt, gewählt. Zuvor befand sich hier der Kaispeicher, ein bedeutendes Lagerhaus für die industrielle Entwicklung Hamburgs. Der Kaispeicher war bis zum Zweiten Weltkrieg in Betrieb, wurde jedoch durch Kriegszerstörungen so stark beschädigt, dass er 1963 abgerissen wurde.
Drei Jahre später entstand an dieser Stelle der Hafenspeicher A. Dieser verlor jedoch schnell seine Funktion, wurde aber Jahre später zur Grundlage für ein einzigartiges Bauprojekt – die städtische Philharmonie. Der Bau des Konzerthauses begann 2007, wobei das renommierte Architekturbüro Herzog & de Meuron verantwortlich war. Die Firma hatte bereits spektakuläre Projekte in London, St. Petersburg, Peking und anderen Metropolen realisiert.
Die Hamburger erwarteten ein bahnbrechendes architektonisches Meisterwerk, und ihre Erwartungen wurden erfüllt. Das außergewöhnliche Design machte die Elbphilharmonie zu einem architektonischen Wunder, das alle Besucher der Stadt in Staunen versetzt.
Als offizielles Eröffnungsdatum gilt der 11. Januar 2017, als das erste Konzert unter der Leitung von Thomas Hengelbrock, einem bekannten deutschen Musikwissenschaftler, Regisseur und Dirigenten, stattfand. Unter den Gästen waren hochrangige Persönlichkeiten, darunter der damalige deutsche Bundespräsident Joachim Gauck. Seitdem bilden sich lange Warteschlangen von Musikliebhabern, die Live-Musik in der Elbphilharmonie erleben möchten.
Architektonische Besonderheiten

Die Elbphilharmonie ist das höchste Gebäude Hamburgs – sie ragt über die Elbe hinaus und ist aus allen Teilen der Stadt sichtbar. Sie umfasst 26 Stockwerke mit einer Gesamtfläche von 125.000 Quadratmetern. Neben den drei Konzertsälen beherbergt das Gebäude ein Hotel, eine Aussichtsplattform und mehrere kommerzielle Einrichtungen.
Ein markantes Merkmal der Fassade sind über 1.000 gebogene Glasplatten, die wie ein Kristall funkeln. In diesen Paneelen spiegeln sich Sonnenstrahlen, Wasserreflexe und die Lichter Hamburgs. Die Form des Gebäudes erinnert an ein Schiff mit erhobenem Bug, während die reflektierenden Glasflächen die Bewegung von Wellen nachahmen. Aus der Ferne betrachtet wirkt die Philharmonie wie eine schimmernde Welle über der Stadt.
Kontroverse um den Bau
Das Projekt von Herzog & de Meuron wurde während der gesamten Bauzeit kontrovers diskutiert. Es wurde als unverhältnismäßig teuer kritisiert, und einige Bauunternehmen stellten die Stabilität, Langlebigkeit und Zweckmäßigkeit des Gebäudes infrage.
Trotz aller Zweifel wurde das Projekt erfolgreich realisiert. Zwar beliefen sich die endgültigen Baukosten auf 870 Millionen Euro, doch die Beliebtheit und Rentabilität der Elbphilharmonie rechtfertigen die hohen Investitionen.
Die Elbphilharmonie heute

In der Elbphilharmonie finden das ganze Jahr über Konzerte statt. Liebhaber klassischer und moderner Musik erleben hier ein einzigartiges Klangerlebnis in akustisch perfekten Sälen.
Das Gebäude selbst wird von Touristen oft als „Weltwunder aus Hamburg“ bezeichnet – eine moderne Ikone der Stadt, die Kunst, Musik und Architektur auf spektakuläre Weise vereint.



