Die Geschichte des Theaters der Stadt Hamburg – Die Hamburgische Staatsoper

Ein Theaterbesuch ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit für den Menschen, um sich zu entspannen, neue Energie zu schöpfen und in das kulturelle Leben einzutauchen. In Hamburg gibt es eine große Auswahl an Aufführungen, die modern, spannend und unterhaltsam sind. Besonders erwähnenswert ist die Hamburgische Staatsoper, die eine lange Geschichte hat und sich zu einem der wichtigsten musikalischen Zentren Europas entwickelt hat. Mehr auf hamburgtrend.eu.

Die Gründung der Hamburgischen Staatsoper

Das Theater wurde am 2. Januar 1678 unter dem Namen „Opern-Theatrum“ gegründet und befand sich in einem alten Holzgebäude an der Kreuzung Gänsemarkt und Jungfernstieg. Es war das erste öffentliche Opernhaus Deutschlands.

Im Jahr 1703 wurde der Komponist Georg Friedrich Händel eingeladen, dort zu spielen. Er trat als Cellist und Violinist im Orchester der Oper auf. Im selben Jahr wurde in Hamburg die Weltpremiere seiner Oper „Nero“ aufgeführt. Später zog Händel nach London, wo er einige seiner berühmtesten Werke schrieb. Während seiner Zeit in Hamburg wurde das Orchester von Reinhard Keiser geleitet, der als Generalmusikdirektor und Dirigent der Oper tätig war.

Keiser war ein berühmter deutscher Komponist der Barockzeit und schrieb etwa 65 Opern, von denen die meisten in Hamburg uraufgeführt wurden. Heutzutage werden seine Werke nur selten aufgeführt.

1721 wurde Georg Philipp Telemann zum musikalischen Leiter der Hamburgischen Oper. In den folgenden Jahren traten auf ihrer Bühne berühmte Musiker wie Christoph Willibald Gluck und Johann Adolf Hasse auf.

Niedergang und Wiederaufbau

Aufgrund finanzieller Probleme wurde die Oper im Jahr 1738 geschlossen. Komödiantentruppen nutzten das Gebäude weiterhin für Proben, bis es 1763 abgerissen wurde. An seiner Stelle wurde ein weiteres Theater errichtet, in dem Opern, Dramen und Musikstücke gespielt wurden.

Das neue Gebäude wurde offiziell als „Deutsches Nationaltheater“ bezeichnet. In dieser Zeit wurden Werke von Gotthold Ephraim Lessing, Friedrich Schiller, Johann Wolfgang von Goethe und William Shakespeare populär.

1810 wurde das Theater erneut umbenannt – diesmal in „Hamburger Stadttheater“.

1872 wurde das alte Gebäude abgerissen und durch ein neues, größeres Opernhaus ersetzt. Es bot Platz für 2.800 Zuschauer und hatte eine hochmoderne Akustik.

Von 1844 an wirkten hier berühmte Komponisten wie Giuseppe Verdi und Richard Wagner, deren Musik die Oper über Jahre hinweg prägte.

1873 übernahm Bernhard Pollini die Leitung des Theaters. Er stabilisierte die finanzielle Lage und organisierte eine staatliche Finanzierung.

Die Jahre unter Gustav Mahler, der sechs Jahre lang als Dirigent tätig war, brachten viele erfolgreiche Premieren hervor.

Die Oper während der Kriegszeit

Während des Ersten Weltkriegs hatte das Theater große Schwierigkeiten. Viele Künstler wurden zur Armee eingezogen. 1925 wurde eine weitere Renovierung durchgeführt.

Unter der nationalsozialistischen Regierung wurde Karl Strom 1934 zum neuen Direktor ernannt. Im selben Jahr erhielt das Theater den heutigen Namen „Hamburgische Staatsoper“.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Zuschauerraum durch Bombenangriffe zerstört, aber die Bühne blieb intakt.

Ein Jahr nach Kriegsende wurde die Oper wiedereröffnet, zunächst in einem provisorischen Saal.

Bis 1953 fanden die Aufführungen dort statt, bis schließlich mit dem Neubau begonnen wurde.

1955 wurde die Mozart-Oper „Die Zauberflöte“ im neuen Saal mit 1.770 Sitzplätzen aufgeführt.

Die Hamburgische Staatsoper in der Moderne

Anfang der 2000er Jahre wurde die Oper erneut renoviert. Dabei wurden drei neue Probebühnen, Orchestersäle, Chorräume und Ballettstudios geschaffen.

In den oberen Etagen befinden sich Werkstätten, Büros und Aufenthaltsräume.

Heute wird die Hamburgische Staatsoper von Georges Delnon geleitet, während Kent Nagano als musikalischer Leiter und Chefdirigent fungiert.

Während der Corona-Pandemie bot die Oper Online-Streams an, um mit ihrem Publikum verbunden zu bleiben.

Jede Saison bringt neue Premieren hervor. So wurden in der Spielzeit 2021–2022 drei Weltpremieren präsentiert:

  • „The Trump Game“ von Bernhard Lang
  • „Belle et Blau“ von Isabelle Aboulker
  • „Der Mond“ von Lorenzo Romano

Ein kulturelles Wahrzeichen Hamburgs

Die Hamburgische Staatsoper ist ein Juwel der Hamburger Kulturszene. Besucher können sich auf herausragende Inszenierungen, Schauspielkunst und Ballettaufführungen freuen.

Sowohl Hamburger als auch Touristen sollten unbedingt einen Besuch in diesem bedeutenden Kulturzentrum der Stadt einplanen.

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